Was ist Fetischismus

Fetischismus

Bei dem Fetischismus im sexuellen Bereich handelt es sich um eine Neigung – ein von der üblichen Sexualität abweichendes Verhalten – , bei der Menschen sich

a) von nicht lebenden Objekten sexuell faszinieren und erregen lassen, um eine sexuelle Befriedigung zu erlangen. Bei den Objekten kann es sich um Materialien – wie Leder, Lack, Gummi, Plastik, Latex, Seide – handeln. Bei der Durchführung gewisser, Fetisch gesteuerter Sexualpraktiken erzeugen u. a. Kerzenwachs, Folien, – Tier – Masken, Knebel, durch den besonderen Geruch und Geschmack den ultimativen Lustgewinn.

b) Vorlieben, Wünsche und Phantasien des Fetischisten können sich ohne Weiteres auf Mitmenschen – Partner, oder nur Sexualpartner, bzw. ein bestimmtes Geschlecht, eine andere Hautfarbe – konzentrieren, ihm die sexuelle Erfüllung bieten. Dazu gehören auch spezielle Körperteile des Partners wie z. B. Füße, Beine, Brüste, Haare und die Kleidung – Schuhe, Strümpfe, Damen-Unterwäsche – , die vom Fetischisten gerne verehrt, bzw. angebetet und in das erotische Spiel miteinbezogen werden.
Daraus resultiert des Öfteren der Wunsch des Fetischisten, sich für eine gewisse Zeit in eine Frau zu verwandeln – Transvestitismus.

Als von der Norm abweichender Fetisch wird die Aufnahme von Fäkalien des Partners – Exkrementophilie – angesehen.
Das Gleiche gilt für Menschen, die Partner mit fehlenden Gliedmaßen bevorzugen – Apotemnophilie – und Menschen, die es als eine sexuelle Erregung empfinden, andere Menschen durch Präsentieren ihrer Geschlechtsteile zu erschrecken – Exibitionismus.

Als eine schwere psychische Störung, die unbedingt entsprechend behandelt – bzw. bestraft – werden muss, gilt der sexuell stimulierende und sexuelle Kontakt mit Tieren – Sodomie – , Kindern oder sonstigen Schutzbefohlenen – Pädophilie -.

Wenn auch der gewisse Fetisch in der Öffentlichkeit immer noch im Geheimen ruht, so ist er doch sehr verbreitet in BDSM-Studios und Bordellen. Dort wird er mit gewissen Einschränkungen zufrieden stellend ausgelebt.